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11.


Endlich Drehschluss! Das war aber anstrengend. Da Annas Vater schon nach Hause gefahren war, beschlossen wir im ihrem Ferienhaus, direkt am Bielersee, diese Nacht zu verbringen. Da das Haus aber nur drei Zimmer hatte und wir acht waren, bot unsere Gittaristin an, dass sie und ihr Freund im Zelt schlafen würden. Nach dem Gesichtsausdruck von Tom konnte man erkennen, dass er mit dieser Idee überhaupt nicht zufrieden war, willigte dann aber doch ein, da sein Zwillingsbruder eh gestreikt hätte und ihm dazu noch einen kalten Blick zuwarf. Da Anna uns schon mehr Mals in ihr Häuschen eingeladen hatte, kannten wir Mädels uns prächtig aus. Wir zeigten den Jungs das Haus während Tom und seine Freundin sich mit dem Zelt Aufbau bemühten. Nach ein paar Diskussionen stand fest, dass Gustav und Babsi und Bill und ich im die sich im oberen Stockwerk befindenden Zimmer nehmen werden und Georg und Chris es sich im Wohnzimmer gemütlich machten. Als auch das Zelt fertig aufgebaut war gingen wir erst einmal in den See. Mit einem lauten ‚plumps’ waren wir Girls im kühlen Wasser. Kurz danach kamen auch Gustav und Georg. Nur die Zwillinge streikten. „Da soll ich rein?“ Hörte man Bill ausrufen. „Nein, mich bringen da keine zehn Pferde rein!“ Protestierte nun auch Tom. Ich schaute zu Anna rüber die ebenfalls meinen Blick gesucht hatte. Ein Grinsen tauchte auf unseren Gesichtern auf und wir nickten kurz und riefen dann im Chor: „Wenn ihr in dreissig Sekunden nicht im Wasser seit, bekommt ihr nie wieder einen Kuss!“ Die Bande hinter uns brach in schallendes Gelächter aus, aber es nützte. Es dauerte nicht einmal zehn Sekunden und die Brüder waren im Wasser. Wir hörten nur noch wie Tom etwas murmelte von: „Büssen… irgendwann mal…“ Anna und ich machten uns aber keine Gedanken drüber, denn wir wussten, dass die Kaulitz-Jungs uns niemals etwas Ernsthaftes tun würden.

Nachdem wir uns richtig ausgetobt hatten, legten wir uns auf unsere Badetücher. Plötzlich fragte Georg: „Sagt mal, müsstet ihr Morgen nicht wieder zur Schule?“ „Wir…“, da wir alle gleichzeitig erklären wollten waren wir der Meinung das Chris mal erzählen soll, was wir sagen wollten, „doch müssen wir, aber erst am Nachmittag. Das ist immer so nach den grossen Ferien. Die älteren Jahrgänge haben am Montagmorgen frei, da dann den neuen Schülern alles in Ruhe gezeigt werden kann.“ Bill schaute mich misstrauisch an, was ich aber nicht bemerkte.

Etwa eine Stunde später sassen wir draussen auf der Terrasse und plauderten und lachten über den Tag beim gemütlichen Abendessen. Nachdem der Abwasch getan war (es hatte keine Spülmaschine) kuschelten wir uns in einer Decke auf den Steg und schauten dem Sonnenuntergang zu. Ich kuschelte mich ganz dicht an Bill heran, warf im ein lächeln zu. Auf das lächeln bekam ich dann einen kurzen Kuss von ihm. Danach schlief ich ein. Am nächsten Morgen war ich schon sehr früh wach. Darum beschloss ich schon einmal frisches Brot und beilagen beim Bäcker zu holen. Ich wollte gerade das Haus verlassen, als ich eine Hand auf meiner Schulter spürte. Ich drehte mich ruckartig um und sah die total verschlafene Anna vor mir stehen. „Wo hie gosch?“ Wollte sie wissen. „Äh Anna?“, Sprach nun Tom der auch wach geworden war. „Warum sprichst du Schweizerdeutsch? Wir hatten doch abgemacht, wenn wir bei euch seit, sprecht ihr nur Deutsch.“ „Oh, tut mir Leid, hab ich im Halbschlaf vergessen.“ Entschuldigte sie sich. „Aso, i ziehs mal zum Beck, bis när!“ Meinte ich provokativ, extra im Schweizerdialekt zu Tom. Der warf mir einen verächtlichen Blick zu und Anna meinte nur: „Sie geht für uns Frühstück holen, sei also froh!“ Nach diesem Satz erschien einen Riesen Grinsen auf Toms Gesicht. ‚Jungs, dachte ich, immer nur Mädels und Essen im Kopf!’ Als ich dann draussen war, schaute Tom Anna an und sagte dann: „Komm wir gehen noch mal ins Zelt, die andern pennen ja noch und wir haben unsere Ruhe.“ Dabei lächelte er sie verführerisch an und sie meinte nur: „Du meinst…?!?“ „Ja genau, ich meine…“ Flüsterte er ihr zu, griff nach ihr und trug sie ins Zelt.
Was dann passierte wusste niemand ausser den zweien. Sie sahen sich auf jedenfall, beim Morgenessen die ganze Zeit verliebt und die Augen und lächelten einander an. Na ja ich glaube auch nich’, dass, dass jemanden wirklich interessierte. Die andern beschlossen, da ich so lieb war und alles vorbereitet hatte, machten sie den Abwasch, ausserdem, dass ich nicht ganz so alleine war, durfte Bill mir Gesellschaft leisten. Wir setzten uns draussen auf den Steg und hielten unsere Füsse ins Wasser. Er schaute mich die ganze Zeit an, bis ich dann fragte: „Was ist?“ Bill seufzte auf: „Ach, ich weiss auch nich…, ich weiss einfach nicht, wie es weiter gehen soll. In zwei Wochen gehen wir wieder zurück nach Deutschland. Wie soll ich das überleben? Ohne dich, telefonieren uns Simsen genügt mir nicht. Und wann…“ Ich unterbrach ihn, nahm ihn in den Arm und sagte leise: „Denk bitte nicht daran, nicht jetzt. Wir werden schon eine Lösung finden. – Hoffe ich zumindest.“ Er schaute mich traurig an und küsste mich dann. Ich erwiderte denn Kuss und wir lagen lange dort, sehr lange, bis sich jemand über uns räusperte und schüchtern meinte: „Wir wollen ja nicht stören, aber langsam sollten wir gehen, wenn die Mädels um halbzwei in der Schule sein müssen.“ Wir blickten auf und nickten. „Ich gehe, dann mal mein Zeug zusammen packen.“ Meinte ich und wollte gerade aufstehen, als Gustav meinte: „Nicht nötig, is schon alles gemacht. Deines übrigens auch, Bill.“ „Na, dann kann’s ja losgehen.“ Sagten Chris und Babsi im Chor.
Wir stiegen ins Auto und fuhren los. Im Auto hatte ich dann genug Zeit darüber nachzudenken wie es nun weitergehen sollte, kam anschliessend aber nicht sehr weit. Der Gedanke daran, dass die Jungs in zwei Wochen abreisten machte mich echt traurig, nicht nur wegen Bill, ich hatte auch die andern drei total lieb gewonnen und ich mochte gar nicht daran denken, wie sich die andern zur Zeit fühlten. Plötzlich fiel mir auf, dass Georg und Chris und Babsi und Gustav, sich gar nie richtig wie ein Paar verhielten, ausser dass sie sich ab und zu mal ein paar verliebte Blicke zu warfen und sich küssten. Ich holte mein Handy raus und schrieb Chris zuerst ne Sms: ‚Hey Maus, wie läufts mit Georg? Hab irgendwie das Gefühl das es nichts besonders ist oder täusch ich mich da?’ Genau das gleiche schrieb ich Babsi. Ein paar Minuten später bekam ich eine Antwort von Chris: ‚Hey Süsse, doch läuft alles wunderbar, ihr wisst eben nicht, wie lange unsere Nächte manchmal sind! ;-) aber weißt du wir wollen eben nicht, dass wir in der Öffentlichkeit die ganze Zeit geblitzt werden, das geht die andern nichts an, das ist unser Privatleben!’ Etwa genau das gleiche schrieb Babsi auch. Ein kleines, leises ‚uff’, machte Bill auf mich aufmerksam. Er fragte mich was denn sei, aber zum glück so leise, dass es niemand hören konnte. Ich schüttelte nur den Kopf und zeigte ihm dann die Sms die ich geschrieben hatte. Er schaute mich misstrauisch an doch das bemerkte ich nicht, denn ich suchte die Nachrichten von Babsi und Chris. Als ich sie ihm zeigte war er sichtlich erleichtert.

12.

Nach ungefähren Eineinhalbstunden Fahrt waren wir wieder zu Hause. Pünktlich zum Mittagessen. Wir assen nicht viel, da wir immer noch satt von Morgenessen waren. Nun hatten wir noch eine Halbestunde Ferien und nachher ging das Schulleben wieder los. „Ach man“, hörte ich Chris jammern, „ich will auch eine Auszeit von der Schule nehmen, wir werden schliesslich zur Zeit auch gerade Berühmt und leben unseren Traum!“ „Nein“, widersprach nun Anna, „ich will die Schule zu Ende machen.“ „Das haben wir auch gesagt“, griff nun Georg ein, „aber siehst ja was draus geworden ist, wir haben sie dann doch abgebrochen.“ „Apropos Schule, wir sollten uns langsam auf unsere Fahrräder schwingen.“ Sagte Babsi. Wir gingen nach draussen, verabschiedeten uns von den Jungs mit einem Küsschen und fuhren dann mit einem mulmigen Gefühl los. Wir wussten alle nicht wie unsere Klassenkameraden reagieren, hatten sie überhaupt davon erfahren, dass ‚OABC’ nun nicht mehr eine kleine Garagenband war? Wir erfuhren es sogleich, als wir unsere Drahtesel im Abstellkeller abschlossen, denn dann kamen auch schon drei Mädchen aus unserer Klasse mit denen wir es eigentlich immer recht gut hatten. „Hey, ihr vier, wir müssen wohl nicht fragen wie eure Ferien waren, ich habe alles gelesen!“ Hörte man Daphne rufen. Ashley und Cassy standen nur daneben und nickten, sie waren die stillen Wasser unserer Qlique. Doch heute plauderten sie munter mit. Auf einmal sprach Cassy das Thema an: „Und wie läufts mit den Jungs? Wurdet erwischt beim Rummachen, oder? Das ist blöder.“ Wenn sie mal was sagte, dann war es meistens immer total direkt, wir schätzten es aber alle an ihr. Anna wollte gerade antworten, als es klingelte. „Ich erzähle nachher ok?“ Sagte sie ihr. Wir gingen in das Zimmer und wurden herzlich begrüsst. Der Lehrer kam rein und begrüsste uns zuerst einmal mit den Worten: „Ich denke, nein ich weiss, dass wir uns viel zu erzählen haben, doch bitte begrüsst erst einmal unsere neure Schülerin Lena. Ein paar kennen sie schon.“ Fügte er dann noch hinzu und schaute Anna lächelnd an, denn er wusste das sie die Cousine von unserer neuen Mitschülerin war. Lena setzte sich zu uns an den Tisch und wir plauderten gleich munter drauf los. Herr Schmitt unterbrach uns aber mit den strengen Worten: „Olivia, Anna, Barbara und Christina, oder sollte ich besser OABC sagen? Ich weiss, dass ihr mit Abstand die aufregendsten Ferien von uns allen hattet, doch bitte erzählt die Story der ganzen Klasse und nicht nur an eurem Tisch.“ Babsi, Chris und ich hassten es wenn man uns so nannte also gab ich frech zur Antwort: „Ja klar Herr Schmitt, aber unter einer Bedingung: Sie nennen uns ab heute nur noch Babsi, Chris und Olli!“ Mit einem lauten seufzen gab der liebe Lehrer dann nach: „Okay, okay, Mädels ihr habt nach langem Kämpfen gewonnen, ich werde mich bemühen, also nehmt es mir bitte nicht übel wenn ich euch noch mit euren richtigen Namen anspreche.“ Wir nickten zufrieden und gingen dann vor die Klasse und begannen zu erzählen. Als es dann in die Pause läutete waren wir gerade erst beim Video dreh angelangt trotzdem stürmten alle nach draussen ausser wir vier. Schmitt schaute uns an und fragte dann: „Was ist denn? Wollt ihr nicht in die Pause?“ „Äh… na ja doch schon, aber was wenn die andern uns den Erfolg nicht gönnen?“ Stotterte Anna vor sich hin. „Das kann euch doch egal sein oder? Es lässt euch doch sonnst auch immer kalt was die andern über euch denken!“ Meinte er mit strenger Miene. Wir nickten Stumm und gingen raus. Dort erlebten wir schon einmal etwas, wo wir nicht sicher waren, ob wir und darüber freuen sollten oder nicht. Am Schwarzenbrett hing ein Foto von uns mit dem Kommentar: „Unsere kleine Garagenband ‚OABC’ werden zum Star!“ Als ich meinen Blick wieder abwenden wollte stach mir noch mal ein Bild ins Auge. Das waren ja nochmals wir, nur dieses Mal lagen wir in den Armen der Jungs, natürlich konnten es die lieben nicht lassen und auch was dazu schreiben: ‚Wie es aussieht, haben sie nicht nur sonnst Erfolg auch in der Liebe scheint’s zu klappen!’ Oh scheisse, das darf doch nicht wahr sein, na ja was hatte die Reporterin von ‚YAM’ gesagt? Wenn man Erfolg haben will muss das sein. Mit weichen Knien gingen wir raus auf den Pausenhof und natürlich kamen schon ein paar auf uns zugerannt. Es erstaunte uns wenig, dass auch einige dabei waren, mit denen wir nie etwas zutun gehabt hatten, wie zum Beispiel die drei Oberzicken von der Parallelklasse, Clarisse, Sydney und Marie. Die ‚Anführerin’ war Clarisse. Sie sprach nun: „Ja ja, OABC werden plötzlich bekannt, wer hätte denn das gedacht? Aber etwas stimmt ja nicht ganz was die liebe ‚BRAVO’ geschrieben hat.“ „So was den?“ Wollte Chris wissen. „Das ihr allen Jungs die Köpfe verdreht, da bin ich anderer Meinung, ich denke nicht, dass ihr viele männliche Fans habt, oder wer findet die vier Möchtegern- Stars gut?“ Zischte sie in die Menge die um uns stand. Etwa neunzig Prozent der befragten hoben die Hand. Sie musterte die Menge genauer und sah, dass ihr Schwarm Reto, der übrigens auch der Mädchenschwarm der ganzen Schule war, auch mit erhobener Hand da stand. Sie ging auf ihn zu und fauchte ihn dann an: „Das ist ja das letzte! Ich hätte nie gedacht, dass du einmal so tief sinken würdest!“ „Och, ist Fräulein Möchtegern- Prinzessin etwa neidisch auf den plötzlichen Erfolg der vier unscheinbaren Mädels von neben an?“ Gab er total cool zurück. „HEY, wir waren noch nie vier unscheinbare Mädels von neben an!“ Verteidigte Babsi uns. War ja natürlich wieder klar, dass das von Babsi kam. Sie hatte noch nie viel mit Jungs zu tun. Ich wunderte mich sowieso, dass sie etwas mit Gustav angefangen hatte, er war ihr erster Freund. Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen als Clarisse wieder etwas nuschelte. „Ach Mädels kommt, dass billige Volk sind wir nicht wert!“ Wir hatten Glück und im gleichen Moment klingelte es wieder rein. Im Klassenzimmer setzten wir vier uns erst einmal wieder an unsere Plätze und warteten darauf, bis unser Lehrer auch wieder da war. Nachdem wir der Klasse alles erzählt hatten, konnten sie es natürlich nicht lassen uns auch noch Fragen zu stellen. Am Anfang waren es ganz gewöhnliche Fragen, wie zum Beispiel, ob wir schon ein Album planen oder so Dinge, doch dann ging es in das Thema Jungs über. Sie löcherten uns über die vier Tokio Hotel Boys aus. Nicht nur wir, auch Herr Schmitt fand dass nun ein wenig zu viel und meinte dann: „Okay, das sind genug Fragen gewesen, lasst den vier Mädchen doch auch noch ein wenig Privatsfähre.“ Missmutig gaben sie dann auf. Kurz nachdem wir uns gesetzt hatten, betrat die Musiklehrerin der Schule unser Zimmer. Ihr Blick schweifte durch die Klasse und hielt bei unserem Tisch an. „Nicht schlecht, Mädels, hab doch gewusst, dass ihr eines Tages entdeckt werdet!“ „Oh danke, viel Mals Frau Wintz, wenigstens jemand der von Anfang an, an uns gedacht hat.“ Bedankte sich Chris freundlich. Es läutete, drei Uhr, der Lehrer verteilte noch schnell die Aufgaben und dann durften wir, schon wieder nach Hause, wie toll!



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