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9.

Plötzlich stand er vor mir, in seiner voller Grösse. Ich konnte mich nicht bewegen so starr war ich vor schreck. Was nun? Nach hinten konnte ich nicht abhauen da stand sein Komplize vor mir er, links ging es hundert Meter die Schlucht nach unten und rechts ging es in einen dichten Wald, wo ich nicht wusste wo er Enden würde. Ich sass in der Falle. Er kam langsam mit ausgestreckten Armen auf mich zu, nur noch drei Meter, dann hatte er mich. Ich schrie, schrie so laut ich konnte.


Plötzlich rüttelte jemand an mir und sprach: „Olli, ruhig, Olli beruhige dich, es war nur ein Traum!“ Meine Augen schossen panisch auf, ich lag schweissgebadet in meinem Bett und über mich kniete sich Bill. Ich richtete mich auf sah Bill an der nahm mich in den Arm und fragte was ich denn geträumt hatte. Ich wusste es nicht mehr, fragte ihn dann wie späht es ist. Er blickte kurz auf den Hellleuchtenden Wecker. „Habldrei in der Nacht.“ „Oh scheisse, tut mir leid, dass ich dich geweckt habe.“ Meinte ich verschlafen. „Kein Problem“, meinte Bill noch verschlafener als ich, „aber lass uns nun wieder pennen, wir haben ’nen harten Tag morgen.“ Natürlich willigte ich sofort ein und nickte in der gleichen Minute wieder in einen, dieses Mal tiefen und ruhigen Schlaf ein.

Dieses Mal wurde ich durch das piepen des Weckers geweckt. Ich drehte mich um, sah wie späht, respektiv früh es war, obwohl ich am Vorabend ja das lästige Teil gestellt hatte. Fünf Uhr dreissig. „Oh scheisse, “ Fluchte ich leise vor mich hin, „wieso, so verdammt früh?“ „Star sein, ist ein harter Job und dafür muss man auch Opfer bringen.“ Meinte Bill egozentrisch. „Pf, “ dachte ich, „Opfer bringen, halbsechs aufstehen, ist kein Opfer, dass ist die Hölle!“ „Na ja, ich meine, “ äusserte sich Bill, „bei dem Dreh unseres Videos war es auch nicht gerade besser. Es stank und war mitten in einem Feld!“ „Tja, hat man halt davon, wenn man so ein ‚drinni’ ist wie du!“ Meinte ich frech. Mit einem: „Halt deine Klappe!“ Schmiss Bill sein Kissen mir ins Gesicht. „Oh, das gibt Rache“, witzelte ich „und Rache ist bekanntlich süss!“ Ich stürzte mich auf ihn, er flog nach hinten aufs Bett und ich oben drauf. Im gleichen Moment drückte ich ihm einen Kuss auf den Mund und er konnte natürlich nicht anders und erwiderte ihn.

Nach ein paar Minuten hörte Bill plötzlich auf zu Küssen. Ich schaute ihn verdutz an er sagte aber nur: „Es hat geklopft. Hast du es nicht gehört?“ Nein, hatte ich nicht. Egal, Hauptsache wir wurden nicht bei Knutschen erwischt. Ich stand auf, ging an die Tür und machte auf. Draussen standen Anna und Tom. „Wow, endlich, was hattet ihr den so lange?“ Fragte Anna neugierig. Ich schaute sie tadeln an und sie begriff es zum glück und hakte nicht weiter nach. „Wir wollten nur schnell schauen ob ihr aus den Federn gekommen seid“, meinte Tom, „Babsi und Gustav lagen noch schön in ihren Träumen, als wir zu ihnen gingen.“ „Das ist lieb von euch.“ Sagte Bill der nun endlich auch aufgestanden war. „In zehn Minuten gibt’s Frühstück.“ Rief eine Stimme von unten. Tom und Anna zogen ab, da sie noch nicht umgezogen waren. Bill und ich zwar auch nicht und deshalb verschwand ich auch gleich im Zimmer. Bill der sich in der Zwischenzeit wieder aufs Bett gesetzt hatte, stand auf und zog mich zu sich und ich schaute ihm direkt in die Augen. Er schloss sie, ich ahmte ihn nach und tat das gleiche. Nach ein paar Sekunden berührten sich unsere Lippen. Langsam umklammerte Bill mich immer mehr. Wir fielen aufs Bett und küssten uns leidenschaftlich. Plötzlich löste ich mich aus seiner Umklammerung und flüsterte ihm zu: „Wir sollten uns langsam mal umziehen und nach den andern schauen.“ Etwas enttäuscht willigte Bill dann doch ein. Ich zog mir schnell etwas an, ging ins Badezimmer, zog mir einen Kajalstrich und trug schwarzen Liedschatten auf. Im gleichen Moment kam Bill rein und fragte ob er mein Schminkzeug benutzen dürfe. Ich willigte unter einer Bedingung ein: „Ja klar, nur zu, aber du musst in fünf Minuten unten am Esstisch sein. Und ausserdem musst du, ja heute nicht vor der Kamera stehen.“ Mit einem lauten Seufzen meinte Bill: „Muss ich denn nicht gut aussehen?“ „Doch sicher“, versicherte ich ihn, „du siehst doch immer super süss aus!“ Mit diesen Worten drückte ich ihm einen Kuss auf die Wange und verschwand nach unten ins Esszimmer. Und zu meiner Überraschung stand er wirklich fünf Minuten später unten am Esstisch. Auch die andern waren erfreut, dass Bill endlich mal nicht so lange im Badezimmer hatte. „Olli, kannst du nach den Ferien nicht zu uns ziehen?“ Fragte Tom „Äh…, warum denn das?“ Fragte ich verwirrt. „Na, weil Bill heute echt nicht lange hatte im Badezimmer. Das würde doch sicher immer klappen wenn du ihn jeden Morgen so puschen würdest!“ „Da bin ich mir nicht sicher Bruderherz!“ Sprach Bill nun empört. „Wir würden alle sehr gerne immer mit euch zusammen sein und auch zu euch ziehen, aber das geht leider nicht da wir ja auch noch zur Schule müssen“, antwortete Anna und schaute Tom verliebt an. Nach ein paar Schweige Minuten sagte Gustav: „Das werden wir ja noch sehn, wir werden schon noch eine Lösung finden, aber nun müssen wir wirklich los.“

Wir setzten uns in den Mini-Bus – der ab nun unser Tourbus war -, Annas Vater setzte sich ans Steuer und ab ging es nach Biel. Eigentlich hatten wir vor, im Bus noch ein wenig zu schlafen, aber die Aufregung war einfach zu gross, der einzige, der wider einmal seelenruhig auf dem Rücksitz schnarchte war Georg. Ansonsten war die Fahrt nicht sonderlich spannend.

10.

Nach einer etwas mehr als 1 ½ Stündiger Fahrt, stiegen wir mit butterweichen Knien aus dem Bus. Es wartete auch schon Leiter Jonny auf uns. Er ist der jüngere Bruder unseres Produzenten Hans. Mina war am Tag zuvor schon nach Biel gefahren, da sie sich noch ein wenig die Stadt anschauen wollte, nun war sie aber auch schon am Drehort angekommen und unterhielt sich herzlich mit Jonny. Die beiden schienen sich gut zu verstehen. O.A.B.C verschwanden noch schnell in die Kabinen, da zogen wir uns noch mal um und versuchten uns noch ein wenig zu beruhigen. Doch lange Zeit hatten wir nicht, da standen auch schon wider die Jungs in der Tür und teilten uns mit, dass wir langsam aber sicher kommen sollten. Total zappelig machten wir uns auf den Weg nach draussen. Draussen schaute ich mich nach Mina um und es verschlug mir beinah den Atem. Anna schaute mich etwas entgeistert an. Auch sie hatte gesehen was da ablief: Mein liebes Cousinchen sass auf der Schoss von Jonny und flirtete was das Zeug hielt. Doch wir hatten keine weitere Zeit, darüber zu diskutieren, da nun unser Manager, Benj uns zu sich rief, damit er uns einmal in die Ideen, für den Clip einweihen konnte. Er hatte sich drei verschiedene Arten ausgedacht und erklärte uns nun die erste: „Also, wir haben uns gedacht, dass ihr einen Clip mit Tokio Hotel dreht…“ „Nein! Sicher nicht!“ Schrieen wir alle im Chor. Entgeistert schaute Benj uns an: „Warum denn nicht? Habt ihr euch etwa getrennt?“ „Nein natürlich nicht.“ Erklärte Babsi und Chris fügte hinzu: „Es ist einfach noch nicht öffentlich und wir wollen es vorerst auch noch so lassen.“ Etwas enttäuscht schaute Benj uns nun an: „Och, wieso denn nicht? Es wäre soo romantisch gewesen…“ Ich tröstete ihn dann aber mit den aufmunternden Worten: „Lass den Kopf nicht hängen, wir haben auch eine Idee, die glaub nicht einmal so schlecht ist!“ Nun sprudelte es nur noch so aus Anna raus: „Also wir haben uns das so vorgestellt: Man sieht wie wir uns am Morgen fertig machen und zum Reitstall gehen, wo wir unsere Pferde aufzäumen und ohne Sattel zu einer grossen Wiese galoppieren. Dort steht ein Teich mit einem kleinen Wasserfall, daneben auch noch einen Riesen Berg von Rosen, wir steigen langsam von den Rössern, gehen zu den Rosen, jede einzelne von uns nimmt sich ein paar, wir gehen langsam auf die grosse Wiese und legen ein Riesiges Herz aus Rosen aus. Dann geht die Sonne unter und wir verschwinden im Sonnenuntergang.“ „Und ausserdem“, fügte Chris noch schnell hinzu, „ sieht man während des ganzen Clips, immer mal wieder uns wie wir in dem Riesen Rosenherz spielen.“ So nach diesem Kurzvortag musste Benj sich die Idee kurz durch den Kopf gehen lassen, und mit den andern Besprechen.
Als wir es uns auf dem gemütlichen Sofas bequem machten, uns an die Jungs kuschelten und uns mehrfach Küssten, hörten wir hinter uns ein Kamera Geräusch. Blitzartig drehten wir uns um und Anna brachte nur eins heraus: „Ach du scheisse!“ Worauf die Reporterin nur mit: „Ja“, antworten konnte, „wie lange wolltet ihr es uns eigentlich noch verheimlichen?“, wollte sie Wissen, „ Das gibt nun sicher eine Doppelseite im ‚YAM’ ab, plus die Fotos und den Bericht zum Videodreh.“ Erklärte sie uns. „Och nee“, jammerte ich, „muss dass sein?“ „Wollt ihr nun Erfolg haben oder nicht?“ Hakte die nervende Journalistin nach. „Ja klar.“ Maulte ich. „Gut, dann ist meine Antwort: Ja, dass muss sein!“ In diesem Moment betraten Mina und Jonny, den Raum und zu hörn war nur ein: „Oh, scheisse.“ Erst nun bemerkten wir, dass wir ja immer noch in den Armen der Jungs lagen. Babsi meinte zu Minas Kommentar: „Genau das haben wir auch gesagt!“ „Okay, aber nun müssen wir loslegen“, sagte Jonny, der merkte dass es eine nicht wirklich angenehme Situation für uns war, „sonnst werden wir heute nicht fertig!“ Wir standen auf und gingen nach draussen. Als ich an Jonny vorbei lief flüsterte ich ihm noch ein kurzes „Danke“ zu. Er nickte nur kurz und kam dann auch raus. Da nun ja sowieso bekannt war, dass wir alle ein Paar waren konnten wir auch Hand in Hand zum Drehort laufen. Hinter uns hörten wir die ganze Zeit wie Bilder von uns geschossen wurden, wie wir Hand in Hand liefen. Total entnervt legten Bill und Tom gleichzeitig die Arme um Annas und meine Schultern. Nun hörten wir von hinten noch ein: „Ach wie süss!“ Wir wollten gerade etwas dazu sagen, sahen aber im gleichen Moment wie sich Georg und Chris küssten und wir hielten unseren Kommentar bei uns.

„Na, endlich“, ertönte die Stimme von Hans, als wir bei unserem Bus ankamen, „da seit ihr ja, aber was…“ Er konnte nicht mehr weiter sprechen, da Babsi ihm zu vorkam: „Na ja wir wurden beobachtet, sorry.“ „Das äh… ist kein Problem für mich“, meinte er etwas verwirrt, „aber nun zu eurer Idee für den Clip, dass geht klar, ich habe mir gedacht, dass wir es am besten im Schlosspark von Nidau drehen, dort hat es eine schön grosse Wiese. Ist das okay für euch?“ Wir nickten begeistert, denn insgeheim hatten wir gehofft, dass wir dort drehen würden. Also packte das Team nochmals alles ein, wir stiegen in unseren Bus und fuhren nach Nidau. Das Kamerateam war schneller gewesen und bereitete alles vor. Nach ein paar Minuten, ungewissen, was wir tun könnten fuhr ein Pferdeanhänger ein. Wir Mädels sahen uns an, grinsten und gingen auf den Hänger zu. Es war uns klar, dass nicht unsre eigenen Pferde im Clip mitspielen konnten, da sie nicht für das geschult waren und sie vor viel zu vielem Angst gehabt hätten. Nach dem die Plane geöffnet war und die Rampe runter gelassen wurde, kamen wir nicht mehr aus dem Staunen raus. Zwei Holsteiner und zwei Hanoveranner standen im Anhänger. So schöne Pferde hatten wir noch nie gesehen. Und vor allem noch nie so grosse. Im Gegensatz zu unseren Pferdchen waren die gerade riesig. Wir schauten den Besitzer an und Anna fragte verunsichert: „Was für ein Stockmass haben die lieben denn?“ Dieser schaute uns an und antwortete dann: „Wohl noch nie auf so Riesen geritten was? Na ja kommt ja nicht drauf an, aber nun zu eurer Frage: Also Jerry hat ein Stockmass von 1.78 Meter, das ist übrigens der Holsteinerrappe. Die Schimmelstute, sie heisst Bine, ist 1.79.Meter. So und nun der Hannoveranerwallach, also der Schimmel, der wird Nicky benannt und hat eine Grösse von 1.85 Meter. Und zu guter letzt noch unsere liebe Hannoveranerstute Sternstaub ist 1.82 Gross.“ „Wow“, meinte Anna nur, „mein Hannoveraner ist nur 1.69 gross.“

Nachdem wir besprochen hatten wer, wen reitet setzten wir uns erst einmal unter einen Baum. Es war inzwischen schon zwölf Uhr und die Sonne brennte vom Himmel, dass wir dreissig Grad im Schatten ertragen mussten. Nach endlos langen fünfundvierzig Minuten war dann das Team fertig mit aufbauen und nun konnte gedreht werden. Wir drehten und drehten und drehten, bis alles im Kasten war. Manchmal mussten wir ein paar Szenen mehr als 10 Mal wiederholen, da es einfach nie perfekt war.



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